4. Etappe Santo Domingo - Cervera d. P.

26. Juni 2007 / 168km + 1050Hm

Heute sagen wir nicht, es waren ja nur 1050Hm, sondern 168 anstrengende km über die spanische Hochebene, der Meseta und Kornkammer Spaniens, bei teilweise welligem Gelände und Seitenwind.
Gestartet waren wir in Santo Domingo bei azurblauem Himmel und kalten 10 Grad. Die Route ging vom Startort wieder in Richtung Nordwest, Burgos wurde rechts liegen gelassen. Eine reifere Bedienstete des Hotels, wünschte uns beim Start um 9Uhr gute Fahrt. Sven durfte sich von ihr drücken und küssen lassen.

Am Vorabend bei der Mannschaftssitzung, wurde auch ohne Gegenstimme beschlossen, dass die sechs Youngsters, ohne wenn und aber, die gesamte Strecke vorne im Wind führen sollten, (Rolf hatte sich auch dazu gezählt). Jeden Tag wählte die Gruppe u. a. den Schlussradler, heute durfte Albert ran.

Das Prädikat bester Windschattenradler, holte sich wie bekannt Hermann. Wenn man ihn so fahren sieht, könnte man meinen, er war einmal Projektleiter im Audi - Windkanalzentrum in Ingolstadt.

Bis mittags zogen wir alle Langarmbekleidung vor. Die Strecke über die endlosen, langen Geraden, gespickt mit welligem Terrain, erscheint wenig besiedelt. Dafür waren unendliche Getreidefelder zu sehen. Nach ca. 100km versuchten wir eine Kaffeepause einzulegen. Die Pause zog sich über eine Stunde dahin, der Kaffeeautomat war Anno 1910!
Nach der unfreiwilligen, langen Pause, sah man in weiter Ferne schon die Ausläufer und Konturen der Picos de Europa, Cervera + Potes waren zu lesen. Es wurde zügig von vorne am Horn gezogen. Auf dem letzten Drittel der Strecke kamen dann schon mal ein paar akustische Signale nach vorne zu den Youngsters = langsamer, kürzer usw. Wir mussten unsere "Pferdchen" etwas zügeln.

10 km vor unserem Etappenziel Cervera de Pisuerga, wurde die Gruppenfahrt aufgehoben, das Zeichen zur freien Fahrt war gegeben. Und siehe da, Steffi und Marion versuchten sich aus dem Staub zu machen, um sich die Bergpünktchen zu holen. Fast der ganze Pulk wachte auf. Es wurde gefahren was die Beine hergaben. Die Mädels wurden nach hinten durchgereicht.

Am Ortsschild von Cervera war der Spuk vorbei, es wurde im geschlossen Verbund in Richtung Hotel gefahren.

Heute wurde wie jeden Tag, eine Person zum Radler/in des Tages auserwählt. Warum Gerold dieses mal an der Reihe war, weiß ich nicht mehr, jedoch war ihm ein Kinderschokolde-Überraschungsei als Preis sicher.

Seitenanfang