148 Sportler legten 17100 Kilometer zurück
Der Bürgermeister trat in die Pedale
Regen schreckte viele Radfahrer ab / 45 Helfer waren zwei Tage im Einsatz

Bühlertal. (eho) Insgesamt rund 17 100 Kilometer über Berg und Tal legten die 148 Teilnehmer des Bühlertäler Radsonntags zurück. Die Unannehmlichkeiten eines verregneten Juliwochenendes machte den Sportlern zu schaffen und dämpfte bei den Veranstaltern, dem RSV „Falkenfels" und der Bosch-Radsportgruppe, die Wettkampfstimmung.

Trugen sich bei den Radsonntagen der zurückliegenden Jahre im Schnitt zwischen 250 und 300 Radler in die Teilnehmerlisten ein, schreckte am Sonntag der Regen gerade auch viele Familien. Nur elf Personen absolvierten die erste Tour über 30 Kilometer, die auch für Kinder gut zu schaffen war. 28 Radler meldeten sich für die zweite Tour über 55 Kilometer, je 26 bewältigten Strecken über 76 Kilometer und 116 Kilometer, 32 Teilnehmer wählten eine 151 Kilometer lange, sehr anspruchsvolle Route über die Bergeshöhen des Nordschwarzwaldes  und 25 Radsportler erweiterten mit dem ersten Bühlertäler Radmarathon diese Gebirgstour auf 215 Kilometer und um etliche Höhenmeter.

Als bekanntester Teilnehmer aus Bühlertal trat Bürgermeister Jürgen Bäuerle auf der Route über 116 Kilometer in die Pedale. Zusammen mit Clemens Fritz strampelte er übers Rebland auf die Rote Lache und bezwang vor der Abfahrt ins Achertal das Seibelseckle. Nach mehr als sechs Stunden im Sattel erfrischte er sich am Zielort mit einem Radler, um für den Heimweg mit einem letzten Anstieg in der Büchelbach gewappnet zu sein.

Der Radsonntag forderte alle verfügbaren Kräfte des Vereines. Über zwei Tage waren 45 Helfer im Einsatz. Am Start- und Zielort erwartete die Sportler ein Radler-Hock mit einem breiten kulinarischen Angebot. Etliche Helfer waren mit Registrieren, Organisieren und Informieren beschäftigt. Viel Beifall fand auch die Idee, für die Teilnehmer T-Shirts individuell zu bedrucken. Rainer Müller und Herbert Burgard verbrachten dazu Stunden am Computer, wo sie digitale Fotos der Teilnehmer sofort für den Aufdruck verarbeiteten.

Aufwand verursachte die Ausschilderung der Strecken und der Anfahrt. Sechs Fahrzeuge waren dabei im Einsatz, rund 800 Schilder wurden angebracht, die auch alle wieder eingesammelt werden mussten. Gerade auf den Strecken im Rheintal mit vielen Abzweigungen seien die Helfer oft fünf bis sechs Stunden mit der Beschilderung beschäftigt gewesen, so Andreas Gehring. Die Radsportler wussten diese Fleißarbeit zu schätzen.