RSV Falkenfels Bühlertal
 

Radfernfahrt von Bühl
 nach Vilafranca del Penedes
 

 
 

Etappe 9
Banyoles (E) - Vilafranca Del Penedes (E)

Region Cataluña
Datum 26.04.2002
Distanz 165,62 km
Aufsteigende Höhenmeter 1500 hm
Fallende Höhenmeter 1419 hm
Nettofahrzeit 07:07:20 h
Gesamtzeit 09:58:00 h

Schlussetappe der Radfernfahrt
Vilafranca, wir kommen !!!

Heute ist es dann soweit. Die letzte Etappe unserer Tour stand an. Schon früh am Morgen merkte man die leichte Anspannung, die jeden befiel, angesichts der Erwartung auf die Ankunft unserer Fahrt.

Sorgfältig wurde noch einmal das Material überprüft, denn keiner wollte auf den letzten Metern noch eine Panne haben. Knappe 170 Kilometer standen uns noch bevor. Wohlweislich wurde Barcelona umfahren, aber auch die sonstigen Orte und Städte rundherum hatten es in sich. Hatten wir in den Tagen zuvor Natur pur, so mußten wir heute durch Großstädte, die natürlich entsprechend Industrie hatten, und in denen das Verkehrsaufkommen sehr hoch war. Aber das störte nur gering. Denn alle hatten nur das Ziel vor Augen. So verlief die Fahrt ohne größere Vorkommnisse, und nachdem wir knappe 50 km vor Vilafranca unsere letzte Mittagsrast einlegten war uns klar, dass wir auch pünktlich wie verabredet ankommen werden.

Noch 2 größere Steigungen, die es in sich hatten, und wir waren am Treffpunkt in Ordal angekommen. Dort wurde uns die Ehre zuteil, daß sich Mitglieder verschiedener Radsportvereine aus Vilafranca einfanden, die uns auf dem Rest der Strecke begleiteten. Es war schon ein imponierendes Bild, als wir mit über 50 Fahrern auf der Zufahrtsstraße Richtung Ziel dahinfuhren.
Mit Polizeieskorte rollten wir in die Stadt Vilafranca ein. Die Freude kannte keine Grenzen, als wir das Stadtschild erreichten. Jubelnd wurden die Fäuste in den Himmel gestreckt, und die Anspannung der Tage entlud sich in einem wahren Jubelsturm. Freudig klatschten wir uns ab und beglückwünschten uns gegenseitig. Jetzt wurde wirklich jedem bewußt, welch großartige Leistung jeder für sich selbst, aber auch zusammen in der Gruppe, erreicht hat. Entlang der Straßen standen die Einwohner und jubelten uns freundlich winkend zu.

Aber der Höhepunkt sollte noch anstehen. Knappe 100m vor dem Rathaus hielten wir an um noch einmal alles zu richten und das wichtigste Utensil unserer Reise, die Flagge der Stadt Bühl, auszupacken. Diese war der eigentliche Grund unserer Reise. Die Fahne von Bühl über Villefranche, unserer 2. Partnerstadt, nach Vilafranca Del Penedes zu bringen. Als Zeichen der Freundschaft über die Grenzen hinweg, praktisch quer durch Europa. Für die, die es live erlebten, war es schon ein erhebender Moment, als wir die Fahne, für Fahrradfahrer eher untypisch, die letzten 100 m durch ein Spalier von mehreren Hundert Menschen, zu Fuß auf den Rathausplatz von Vilafranca del Penedes trugen. Angeführt von den beiden ältesten Mitgliedern unserer Gruppe, Monika Hönig und Karl-Heinz Metzinger, hielten wir unter den Klängen der Stadtkapelle Bühl einen "triumphalen" Einzug.

Die gesamte Führungsspitze der beiden Städte, die mitgereisten Bürger aus Bühl, sowie zahlreiche Einwohner von Vilafranca zollten uns den gebührenden Beifall. Die anschließende Zeremonie mit der Übergabe und dem Austausch der Stadtfahnen und den entsprechenden Lobesreden erlebten wir im Rausch der Gefühle.

Ein Highlight war übrigens die Ansprache des Initiators der Tour, Erich Müller, der diese in einwandfreiem Katalanisch sprach. Müde, aber glücklich suchten wir dann unser Hotelzimmer auf, um uns nach kurzer Pause noch einmal aufzumachen zu einem Empfang und einer Führung bei der Firma BOSCH in Castellet. Bei dem sich anschließenden Abendessen wurde mit viel Wein, (Weib) und Gesang ein wirklich gebührender Abschluß unserer Tour gefeiert.
Nach 9 schweren aber auch schönen Tagen, einer Nettofahrzeit von zirka 62 Stunden, 1450 gefahrenen Kilometern mit 13200 ansteigenden Höhenmetern, geht für jeden von uns ein wirklich einmaliges Erlebnis zu Ende. Jeder für sich, aber auch zusammen die ganze Truppe, hat das gesteckte Ziel erreicht. Dies war möglich durch den eigenen Willen und die Ausdauer, aber auch durch das gemeinschaftliche Miteinander und die tolle Kameradschaft untereinander.

Gemeinsam haben wir die Berge erklommen, sind die Abfahrten hinuntergeprescht und haben beeindruckende Landschaften und Gegenden kennengelernt. Zahlreiche Kurzbekanntschaften wurden geknüpft. Überall heimsten wir bewundernde Blicke und Anerkennung für unsere Anstrengungen ein.

In Sporthallen, Pensionen und auf Campingplätzen übernachteten wir, an besonders schönen Plätzen in der Natur machten wir Rast. Anstehende Arbeiten erledigten wir gemeinsam. Zudem hatten wir das Wetter, das wir verdient haben, nämlich Wunderschönes. Das Wichtigste aber war, und das stimmt uns glücklich, wir sind alle gesund und heil angekommen.

Auch das Internet- und Redaktionsteam hat jetzt Flasche leer. Mit einem letzten Bild unserer rauchenden und etwas schwerer Köpfe verabschieden wir uns aus unserer neuen Partnerstadt Vilafranca del Penedes. Wir hoffen, unsere Berichte und Fotos mit den entsprechenden Hintergrundinformationen haben Sie erfreut. Uns hat es großen Spaß bereitet, Sie an unseren Erlebnissen während unserer Radfernfahrt teilhaben zu lassen und Ihnen eventuell auch die Nase lang gemacht zu haben. Wir danken Ihnen für Ihr Interesse und sagen:

Auf Wiedersehen   Au revoir   Adios
 

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