29. Ötztaler Radmarathon, 30.08.09
Isabell – und Florian Vogel vom RSV „Falkenfels“ Bühlertal
berichten über ihr Projekt Ötztalmarathon 2009.
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Zeit 09:46.04, reine Fahrzeit 09:09
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Durchschnittsgeschwindigkeit 24,36km/h
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Isabell 13. in Altersklasse, Gesamt 28. von 183
Frauen
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Florian 387. in Altersklasse, Gesamt 1208. von
3556 Herren
„Ich habe einen Traum“, unter diesem Motto steht der schwierigste
Radmarathon Europas. 238 Kilometer und 5.500 Höhenmeter, 4 Alpenpässe
und das alles an einem Tag.
Unser Traum begann bereits im Januar mit vielen Laufeinheiten und
Stunden auf der Rolle im Keller. Sobald es das Wetter zuließ ging es
dann ins Freie und die Grundlage wurde gelegt. Mit dem Wetter wurde auch
die Form besser und der Tag X kam immer näher.
Im Juni waren wir im Trainingslager in den Dolomiten und konnten hier
wichtige Höhenmeter und Kilometer sammeln. Leider verkleinert sich
danach das Starterteam von einst 4 auf 2 Radlern. Rolf Fritz verletzte
sich und sein Bruder Alex Fritz war auch nicht mehr an Bord. So reisten
nur zwei Bühlertäler mit Kind und Kegel nach Sölden.
- 04:30 Uhr Frühstück, Spagetti (lecker)
- 05:15 Uhr Startaufstellung (vorderes Drittel)
- 06:48 Uhr Start bei 6 Grad und schönem Wetter
Durchfahrtszeiten:
- Kühtai 02:00.16
(1.169hm, Max. Steigung 18%, 18,5km Länge)
- Brenner 04:09.33,
(777hm, Max. Steigung 12%, 37km Länge)
- Jaufenpass 05:56.17,
(1.115hm, Max. Steigung 12%, 15,5km Länge)
- Timmelsjoch 09:07.34,
(1.742hm, Max. Steigung 14%, 29km Länge)
- Ankunft im Ziel, ca. 16:30 Uhr
Mit den ersten drei Pässen hatten wir keinerlei Probleme, doch das
Timmelsjoch erwies sich als erste Wahl zur Qual. Der Anstieg war nach
200km mörderisch und viele mussten hier aufgeben. Doch das Ziel
„Durchkommen“ war in greifbarer Nähe.
Nach der Ankunft im Ziel war für uns beiden klar, Luft nach oben ist
noch da. Somit wollen wir im nächstes Jahr bei Ötzi wieder starten. Ein
Dank geht auch an Jürgen Seiser der uns die ganze Zeit mit Rat und Tat
zur Seite stand. Außerdem gilt ein großes Dankeschön an unsere Eltern,
die uns immer den Rücken frei gehalten haben.
3900 Leidensgenossen um die Wette bibbern und zittern. „Wir haben heute
Kaiserwetter“, ermeldet der Sprecher und ergänzt: „Vom erstem Pass, dem
Kühtai, wurden gerade wolkenloser Himmel und 1,5 Grad gemeldet. Aber
keine Angst, im Anstieg dahin wird euch schon warm werden.“ 3900
Teilnehmer aus 31 Nationen rollten um 6:45 in Sölden über die
Startlinie. Das größte Kontingent stellte mit 2500 Startern Deutschland,
gefolgt von Italien (813) und Österreich (700).
Während des Marathons wurden an die Teilnehmer nicht weniger als 11.000
Bananen, 12.000 Corny-Riegel und pro Mann bzw. Frau 12,5 Liter an
Getränken ausgegeben. Das mit Abstand begehrteste Getränk an den beiden
letzten Labestationen: Red Bull, um den nötigen Schuss Energie zu
bekommen. Jeder Teilnehmer des Ötztaler Radmarathons verbrennt zwischen
5000 und 8000 Kalorien. Insgesamt standen mehr als 700 Helfer im
Einsatz, um die problemlose Durchführung der Veranstaltung zu
gewährleisten.
Gruß Florian
Anmerkung:
Ebenfalls beim Ötztalmarathon mit dabei: Stefan Neunzig und Jürgen Hofer
vom RSV Falkenfels die bereits zum zweiten Mal am Ötztalmarathon
teilnahmen.
Sie benötigten rd. 12 Stunden für die Bewältigung der hammerharten
Strecke. |