RSV Falkenfels Bühlertal
 
Alpentour 2018
vom 14.07. – 18.07.2018



Samstag den 14.07.2018
Abfahrt mit dem Zug in Bühl um 6.32 Uhr, Gleis 2. Ein herrlicher Tag mit viel Sonnenschein begleitete die versammelten sieben Rennradfahrer bei der Abfahrt. In Appenweier kam Radkollege Jakob noch hinzu

Ankunft in Konstanz um 9.30 Uhr
Treffen im Hafen mit Claudio, Verena und Andreas. Die 3 Mitstreiter sind bereits am Vorabend angereist und haben in Konstanz übernachtet. Die Kollegen Rolf und Dominic waren mit Werner im Kombi angereist.

Nach einer kurzen Begrüßung der Teilnehmer, kam die Ansprache von unserem Tourenguide, Planer, Tüftler und Verantwortlichen, Walter Braun. Nach einer kurzen Anfahrt der erste Stopp !! Unser Tourbegleiter und Verantwortliche für die Versorgung der Teilnehmer, Werner Fröhlich hatte den Kombi in Bahnhofsnähe geparkt. Nach Ablegen der überflüssigen Utensilien ging es los, die Tour 2018 war gestartet.

Die erste Etappe nach Ischgl führt über die Silvretta Hochalpenstrasse. Distanz ca. 160 Km. Höhenmeter ca. 1.600.
In geschlossenem Konvoi ging es am Bodensee durch die Ortschaften, Landschacht, Rohrschach, Romanshorn, St. Margarethen in Richtung Bludenz, in „gehobenem“ Tempo“ dahin. Das heutige Ziel der ersten Etappe hieß Ischgl.

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Der erste Tag sollte zum Einrollen und Kennenlernen der Gruppe dienen. Bei der Ansprache von Walter wurde die Etappe und ihre Besonderheiten kurz durchgesprochen. Die Windfahrer an diesem Tag waren Uwe und Markus, sowie Walter als Streckenchef. Die Einrollphase war allerdings recht kurz. Als Markus die „Leaderrolle“ übernahm, wurde das Tempo erhöht. Was für die Könner nichts ungewohntes, war für mich um 2-4 Km/h. zu hoch. Das hohe Tempo sollte mir auf dem Anstieg zum Silvretta Stausee zum Verhängnis werden!

Da wir bezüglich „Kombi“, nicht mehr auf den bewährten Sprinter mit Kühlschrank zurückgreifen konnten, wurde die Verpflegung bzw. die Pausen nach Absprache in Bäckereien oder Cafés durchgeführt, was sich sehr bewährt hat. Vor dem Anstieg zu den Stauseen, wurde im Gasthaus Sonne, in der schönen Gartenwirtschaft in Partennen, noch ausgiebig verpflegt.

Und dann begann die Plagerei hoch zum Stausee. Karlheinz war in alter „Hermann Müller“ Manier schon mitten im Anstieg, als der Rest der Truppe die Verfolgung aufnahm. Schon nach kurzer Zeit war ich letzter Mann und die Kräfte schwanden immer mehr. Nach vielen Kurven und Kehren musste ich immer wieder Erholungspausen einlegen. Half alles nicht mehr, der Besenwagen musste mich Retten!

Überraschend kam plötzlich Walter von hinten angefahren. Er hatte noch einen Plausch mit dem Gasthauswirt geführt. Mit seiner Form, war es auch kein Problem den Rückstand aufzuholen. Walter organisierte meinen Transport. Bis zur ersten Staumauer habe ich mich noch durchgekämpft, dann kamen die Krämpfe. Als Beifahrer von Werner ging es zum gemeinsamen Sammelpunkt auf dem Plateau.

Nach einer kurzen Verpflegungspause kam nur noch die Kür des Tages. Eine kurze rasante Abfahrt vom Silvretta Hochplateau nach Ischgl mit Ziel: Hotel Tannenhof. Kurz nach 17.00 Uhr hatten wir unser Tagesziel erreicht. Nach der problemlosen Zimmerbelegung, wurde der erste Tag mit einem Radler oder Weizenbier nochmals Revue passieren lassen. Nach einem guten Abendessen und Auffüllen der Energietanks mit Gersten oder Traubensaft am Abend, ging es nächsten morgen, nach einem tollen Frühstück los in Richtung Sterzing in Südtirol, unserem heutigen Etappenziel.



Abfahrt pünktlich um 8.30 Uhr in geschlossener Formation und einem moderaten Tempo, ging es leicht abwärts Richtung Landeck Zams. Ungemütlich wurde es durch leichten Regen und nasse Straßen. Nach einer halben Stunde wurde es wieder trocken. Außer den nassen Socken war bald wieder alles getrocknet.

Weiter ging es Richtung Ochsengarten auf den Kühtaisattel, mit knapp 2.000 Meter die höchste Erhebung auf der Tagesetappe. Es folgte eine rasante Abfahrt nach Kematen, dann ging es schon wieder Richtung Brenner, durch Steinanch und Gries am Brenner. Nach Überqueren des Kulminationspunktes am Brenner, erfolgte die Abfahrt nach Sterzing. Durch das schöne Sterzing hindurch, ging es Richtung Hotel. Wer allerdings glaubte, dass das Hotel auf Sterzinger Höhe liegt, wurde eines besseren belehrt. Es mussten nochmals ca. 400 Höhenmeter auf wenigen Kilometern überwunden werden.

Im Hotel Kalcherhof lief bei unserer Ankunft das WM. Finale zwischen Frankreich und Kroatien. Nach dem Bierchen im Garten, erfolgte wie gewohnt die Zimmerbelegung. Frisch geduscht wurde das Abendessen eingenommen. Der Regenschauer am Abend verzog sich so schnell, wie er gekommen war. Wer noch mehr Wasser wollte, hatte die Möglichkeit im Hallenbad mit anschließendem Freibad oder gar in der Sauna sich zu regenerieren.

Das morgige erste high light auf der 3ten Etappe, hieß Jaufenpass. Eine gute Wahl sowohl das Hotel, als auch das erste Teilstück zum Jaufen jetzt schon zu fahren, denn am kommenden Tag stand noch das Timmelsjoch auf dem Bergprogramm. Nach einem Schlummertrunk an der Bar war Bettruhe angesagt.



Abfahrt pünktlich um 8.30 Uhr, bzw. schon 3 Minuten vor der Zeit !
Heute stand das Dach der Tour mit dem Timmelsjoch auf dem Programm. Aber zuerst musste der Schlussanstieg zum Jaufenpass noch bewältigt werden. Von knapp über 1.300 Höhenmeter auf knapp über 2.ooo Hm. war der Anfang vom Tag noch kein Problem.

Nach einer tollen Abfahrt nach St. Leonhard, begann der Anstieg zum heutigen Höhepunkt. Galt es doch das Dach der Tour, das Timmelsjoch zu überfahren. Hier zeigte sich schnell, wer „Berghart" ist.

Wie immer an den Anstiegen, nach kurzer Zeit rollten die Bergkönige Andreas und Claudio in einem ruhigen aber stetigen Tempo am Peloton vorbei. Mitzufahren bedeutete nach kurzer Zeit zu überdrehen, also schön einordnen und das eigene Tempo suchen. Konkurrenz am Berg war überall zu finden.

Nach einer kurzen Abfahrt vom Timmelsjoch kam der Gegenanstieg nach Hochgurgel auf 2.100 Hm., der richtig weh tun konnte. Hier bei der Mautstation, befindet sich Europas höchst gelegenes Motorradmuseum.

Danach stand die Abfahrt bis Sölden bevor. Dank der Ortskenntnis von unserem Wintersportler Uwe, verpflegten wir uns in einem Café am Ortsende von Sölden. Laut Plan stand jetzt am Nachmittag „nur noch" die Anfahrt nach Oetz, immer Bergab, auf dem Programm. Nur Insider wussten zu diesem Zeitpunkt, dass der heutige Zielpunkt nach Imst- Richtung Hahntennjoch zu suchen war. Am späten Nachmittag wurde Imst erreicht, jetzt begannen die Anstiege, teilweise mit bis zu 15% Steigung. Immer höher, immer weiter ging es hinauf, unserem heutigen Hotel Linserhof entgegen.

 

Die Plagerei am Abend hatte sich dann doch noch gelohnt. Ein tolles Hotel mit schönem Biergarten und einem tollen Naturteich. Es dauerte nicht lange und unser Modellathlet Matthias zog seine Bahnen im Teich. Hatte er sich auch redlich verdient, schließlich hatte er zuvor einige Zeit Service an seinem Rennrad durchgeführt.

 Etappe 4 von Imst nach Lingenau (Allgäu)

3D-Flug

Heute stand zunächst die Auffahrt zum Hahntennjoch auf 1.860 Hm. auf dem Programm. Die Auffahrt war anstrengend aber Landschaftlich sehr schön. Hier kam uns die Teilauffahrt vom Vortage zu gute, war halt wieder ein überlegter Zug von unserem Tourguide. War die Auffahrt schon super, die Abfahrt auf neu asphaltierter, breiter Straße mit vielen langgezogenen Kurven und Serpentinen, brachte die Abfahrtskünstler zum schwärmen. Hier wurden später Spitzengeschwindigkeiten von über 90 Km/h. diskutiert.

Über Elmen,- Weisenbach ging es Richtung Gaichtpaß durch das schöne Tannheimer Tal, am Haldensee vorbei zur Mittagspause am Oberjochpass. Nach der Mittagspause gab es ein Treffen mit dem früheren Radkollegen Sven Gaup aus Blaichach.

Der Plausch in der Sonne wurde  jedoch unterbrochen, da heute die Temperaturen im Tal schon unangenehm werden konnten. Sven übernahm die Führung und führte die Gruppe am Alpsee entlang, auf einem tollen Radweg entlang Richtung Weißach zu unserem Nachmittagskaffee in
Marktoberndorf.

Natürlich war dieser Stopp, und die Streckenführung , außerplanmäßig. Was dazu führte, dass unser Bus samt Fahrer, bedingt durch ein Funkloch plötzlich in der Pampa stand und vergebens wartete.

Aber das Ambiente auf dem Marktplatz war schön! Nur der Streckenchef war nicht begeistert von dieser eigenwilligen Abweichung. Auch dieses Ärgernis war nach dem Anfahren auf welligem Terrain bald vergessen. In schneller Fahrt ging es nun dem heutigen Hotel Alpenblick in Lingenau entgegen. Freudig empfangen von der Chefin die uns die LKW. Garage als Radabstellmöglichkeit zuwies, ging es wieder zur Zimmerbelegung. Und siehe da, heute gab es eine Überraschung, fünf Mann bekamen eine großzügige Ferienwohnung zugewiesen.

 Etappe 5 von Lingenau nach Konstanz

3D-Flug



Der letzte Tag der Tour 2018 führte uns über das Furkajoch hinunter nach Au, St. Margarethen in Richtung Bodensee zum Endziel, Konstanzer Hafen.

Auch am letzten Tag wurde die Gruppendisziplin hoch gehalten, pünktlich um 8.30 Uhr war Abfahrt vom Hotel Alpenblick in Lingenau. Zunächst ging es auf ebenem Terrain teilweise auf Radwegen dahin, Richtung Mellau. Bis zur kleinen Ortschaft Au war noch alles im Bereich des Machbaren, dann begann die Kletterei. Immer steiler die Rampen, teilweise wurden auch 15% überschritten.

(In Quäldich de., sind auf den letzten Kilometern kurze Passagen bis 20% ausgewiesen, könnte stimmen!!)

Natürlich stand nach der Quälerei Bergauf, jetzt die Abfahrt auf dem Programm. Ein Genuss für die Speedfreaks. Kaum waren die ersten Kehren gefahren, schon gab es große und immer größer werdende Abstände von den ersten zu den letzten Bergabfahren. Aber eine Ampel vor einem Tunnel, bremste alles und alle wieder ein.

Unten angekommen, wurde nochmals kurz verpflegt und dann ging es bis zur Mittagspause Richtung Konstanz dem Endziel entgegen.

Auch die Ablösung an der Spitze klappte nach anfänglichen Schwierigkeiten in den ersten Stunden, jetzt problemlos. Und wenn die Männer sich nicht einig waren, ging eben Verena an die Spitze und zeigte, was eine Triathletin zu leisten vermag.

Nach einer ausgiebigen Verpflegung in einem schönen Garten einer Bäckerei, ging es mit flottem Tempo auf den letzten Tagesabschnitt. Kurz vor 15.00 Uhr war das Ziel, Konstanzer Hafen erreicht. Jetzt hieß es Abschied nehmen von den 3 Mitstreitern, Claudio,- Andreas und Verena.

Die Zugfahrer hatten noch ein paar Minuten Zeit, um in einer schönen Strandwirtschaft einen Radler oder ein leckeres Eis einzunehmen, bevor es dann wieder Richtung Bühl ging.

Die schnellsten am Berg...           ...abwärts!
 
Unser Begleiter und Begleitfahrzeug 2018
 
   

 

 Resümee der Tour 2018


Das wichtigste vorweg.

  • Es gab weder einen Unfall noch eine Panne.

  • Das Wetter, hätte besser nicht sein können.

  • Die Planung und Durchführung der Tour kann man als Perfekt bezeichnen.

Dem „Cheforganisator“ Walter und seinen Helfern, kann ich im Namen der „nur Mitfahrenden“, Danke sagen.
Mit der Forderung: macht´s nochmal in 2019!

Ein besonderer Dank gilt unserem Begleiter,- Kümmerer und Fahrer, Werner Fröhlich.

Wie schon bei der letzten Tour in 2016, Werner war immer zur Stelle, wenn Not am Mann oder irgendwas zu besorgen war. Getreu unserem Motto „nach der Tour, ist vor der Tour“, hoffen wir alle auf eine Fortsetzung in 2019.

Mit sportlichem Gruss
G. D.

 

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