1990 Strapazenreiche Dolomitenfahrt

1990 Strapazenreiche Dolomitenfahrt

ZEHN FAHRER der Bosch-Radsportgruppe Bühl und Bühlertal nahmen am Giro Dolomiti in Südti­ol teil. 527,5 Kilometer mussten sie in sechs Etappen bewältigen.

Bühl/Bühlertal (hei). Dass sich in Sachen Radsport nicht unbedingt alles in der Ebene oder in der Mittelgebirgszone abspielen muss, bewiesen zehn Fahrer der Bosch-Radsportgruppe Bühlertal/Bühl und der RSV Falkenfels Bühlertal mit der Teilnahme am „14. Giro ciclistico delle Dolomiti“, einer Dolomiten-Radrundfahrt, auch Giro Dolomiti genannt. Der Giro ist seit zehn Jahren eines der Radsportereignisse Italiens, bei dem in diesem Jahr 600 Hobbyradsportler, darunter auch einige Frauen, auf die teilweise strapaziösen Strecken durch die Dolomiten machten.
Bozen, das Tor zu den Dolomiten, ist gleichzeitig Start und Ziel des Giros sowie Sitz des Organisationskomitees. Alle Etappen, die beim „Giro Dolomiti“ gefahren werden, finden Anfang und Ende in dieser Stadt. Ein Firmenfahrzeug, das mit zwei Begleitpersonen besetzt war, versorgte die Fahrer mit Ersatzteilen und, was auf den teilweise schweißtreibenden Etappen von größter Wichtigkeit war, mit Flüssigkeit und Energiespendern.
527,5 Kilometer legten die zehn Fahrer in sechs Etappen zurück. Täglich galt es 70 bis 140 Kilo-meter abzuleisten,

10 500 Höhenmeter wurden dabei insgesamt überwunden. Ideale klimatische Bedingungen auf den Etappen, eine hervorragende Organisation und optimale Verpflegung machten die teilweise erheblichen Strapazen trotz hochsommerlicher Temperaturen erträglich. Viel Rücksicht nahmen dabei die Autofahrer, die geduldig warteten, bis der Fahrerpulk sich entfernt hatte.
Viele Zuschauer säumten die Strecken und feuerten die Fahrer an. Die Strecken führten über insgesamt zehn Dolomitenpässe, darunter den Grödner und das Pordoijoch auf 2 239 Höhenmetern, und zum Abschluss, auf der letzten Etappe, wurde das Timmelsjoch (Passo Rombo) mit 2 483 Metern in Angriff genommen.
Von den 35 Gruppen die sich an der Fahrt beteiligten, erreichte die Bosch-Radsportgruppe den zwölften Platz. Ein besonderes Training, so Andreas Gehring, Sprecher der Radsportgruppe, wurde nicht absolviert; die wöchentlichen regelmäßigen Trainingseinheiten reichten aus: „Eine weitere Teilnahme im kommenden Jahr ist möglich, wenn Interesse besteht, auch mit einer größeren Gruppe.“

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