Transpirenaica

Transpirenaica

26. Juli: 8. Etappe von Baterè (F) nach Llanca (E)

Wetter: Sonne, 30-35 Grad
Start: 9h – 15 Radler
Strecke: 110 km + 800 Hm
Pässe: mehrere Wellen zwischen Argeles sur Mer und Llanca

Nachdem sich morgens unsere beiden Radsturzopfer Erich und Jürgen wieder liebevoll gegenseitig verarzteten, begann die Etappe mit einer Abfahrt von unserem “Baterè – Beton – Schloß“, mit einer ca. 1000 Hm-Abfahrt auf einen Rutsch nach Arles sur Tech, es ging immer seicht bergab, über Amelie, Ceret, nach Argeles sur Mer.

Wir hatten das Mittelmeer erreicht, mehrere Freudenschreie, und Siegesposen gingen durch`s Peleton, die Sonne brannte, jetzt war es an der Zeit, ein schönes Plätzchen am Meer für die Mittagsrast zu finden. Port Vendres wurde auserkoren, und schneller als erwartet, hatten sich Rainer und Wendel im Mittelmeer abgefrischt.

Bis zu unserem Etappenziel nach Llanca waren es noch ca. 40km, doch wer gedacht hatte, an der Meeresküste geht es schön eben, der hatte sich getäuscht, Buckel rauf und runter, bei schönen heißen Temperaturen.

Einen Verfahrer gab es heute von meiner Seite. Ich nahm die letzte Anhöhe vor Llanca alleine vorausfahrend in Angriff, um mich nicht wieder einem Bergsprint bei dieser Hitze anschließen zu “müssen“. Am Kulminationspunkt wartete ich auf die Gruppe, ohne zu wissen, dass die da unten nochmals Rast machten. Nach 20-25 min. setzte ich meine Fahrt alleine fort, ohne den Namen unseres Hotel`s zu kennen, zusätzlich meinte ich, das Ziel sei in El Port de la Selva. Dort angekommen, dachte ich, da werde ich schon den ein oder anderen sehen, leider war dies nicht der Fall. Zu dieser Zeit gegen 16 Uhr, fand das letzte Einzel-Zeitfahren der Tour de France statt, wir alle waren interessiert und hofften, dass Jan Ullrich das Ding gegen Lance Amstrong eventuell doch noch umbiegen könnte. Leider stürzte Jan auf regennasser Straße, somit war das letzte Fünkchen Hoffnung dahin. Ich suchte mir ein Bistro aus, schaute mir das Rennen an, kühlte mich kurz am Strand ab, und fuhr zurück nach Llanca – an der Ortseinfahrt kam mir auch schon Hermann mit Bänker entgegen…..die hatten nach mir gesucht!

In Llanca waren wir in einem typ. 2 Sterne-Hotel am Stadtrand untergebracht, nach dem Abendessen besuchten einige den Strand, andere ein Eiscafe, bevor wir uns nach einem kräftigen Absacker im Hotelgarten in die schwülwarmen Zimmer verkrochen, Michal Barbian hatte es bei mir im Zimmer vorgezogen, das gesamte Bett-Liegegut auf dem Balkon zu deponieren und zu nächtigen, erstens hörte er ihm bekannte unangenehme Geräusche, andererseits sank die Temperatur nicht unter 25 Grad.

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