Transpirenaica

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19. Juli: 2. Etappe von Ochagavia nach Laruns

Wetter: Sonne, heiter, wolkig ca. 30 Grad
Start: 8h mit 15 Radler – ab Isaba 13
Strecke: 135 km + 1880 Hm
Pässe: Alto Laza 1129m; Col de la St. Martin 1760m;

Mit unseren Magen-Darm-Kranken ist ein stetiger Wechsel vorhanden, nur einzelne wurden nicht von diesem unangenehmen Virus befallen. Diejenigen, die das Bakterienpaket mit einheimischen Rotwein, während und nach dem Abendessen kräftig durchspülten, hatten fast keine, oder weniger Probleme………….

Am heutigen Samstag sollte noch ein weiteres Hindernis auf uns zukommen.

Zum Start ab Ochagavia waren es 15 Radelnde, nach der Abfahrt vom Alto Laza in Isaba mussten Lioba Gander, u. unser Lademeister Helmut Ehreiser im DB-Sprinter Platz nehmen.

Nach einer schönen Auffahrt zum Col de la Pierre St. Martin und der Mittagsrast ging es zur der Skistation über dem Col de Soudet 1540m, (die Tour de France kam einige Tage später diesen Pass der 1. Kat. hoch, da wo Tyler Hamilton nach langer Solofahrt die letzte Pyrenaen – Etappe mit 2 min. Vorsprung gewann), zur Abfahrt in Richtung Arette.

Nach der Passabfahrt, ca. 4km vor Arette, stellte unser DB-Pilot Bernhard Gander sein Fahrzeug am Straßenrand ab.

Er meinte, dass die Bremsen nur noch eine stark verminderte Kraft hätten. Nach kurzer Rücksprache mit den KFZ-Experten Wolfgang Kohler u. Peter Dignat, war man sich einig, dass der Hauptbremszylinder nicht mehr die Leistung brachte. Heute war Samstag, wer würde uns heute das Fahrzeug reparieren? Bernhard fuhr langsam zu einer KFZ-Werkstatt nach Aramits, die uns auch nicht weiterhelfen konnte.

Die Handys liefen heiß, und über die DB-Hotline machte man eine DB-Vertragswerkstatt in Pau ausfindig. Der DB-sprinter wurde samt Hänger nach Pau gefahren.

Die Radgruppe fuhr indess nicht die schwierigere Variante über den Col de Marie-Blanque, sondern über hügeliges, mit einer schlechten Strasse behaftetes Terrain, über Arudy zum Etappenziel nach Laruns.

Nachdem unser Wirt von unserem Pech erfuhr, erklärte er sich bereit, uns mit seinem VW-Transporter, den Hänger im ca. 100km entfernten Pau zu holen. Darüber waren alle sehr dankbar. So gegen 21 Uhr traf unser Gepäck dann schließlich ein, und so konnte sich jeder herrichten, bzw. restaurieren.

Erich Müller, unser Chef de Mission, setzte sich mit Harry Ebinger in Verbindung, um nach Möglichkeiten der motorisierten Betreuung für die Königsetappe am Dienstag zu diskutieren.

Zum Glück waren nach der nächsten Etappe von Laruns nach Gavarnie zwei Übernachtungen geplant, und hatten somit etwas Zeit um die Fahrzeugreparatur abzuwarten. Mit sorgenvollen Minen, was uns der nächste Tag wohl bringen wird, legte man sich zur Nachtruhe.

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